Warum überhaupt laufen?

Über die überwiegend positiven Effekte beim Betreiben einer Sportart, insbesondere das Laufen, muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden, und dennoch muss es immer wieder gesagt werden. Denn spätestens beim ersten Hänger, nachdem man mit dem regelmäßigen Laufen begonnen hat, ist es schön, einige Argumente zur Hand zu haben, um den inneren Schweinehund sogleich wieder an die Kette zu legen. 

Die Auswirkungen des Laufens für Körper und Geist sind vielfältig, wir steigern insgesamt unsere Leistungsfähigkeit, schlafen besser, stärken unser Immunsystem, werden fröhlicher, weil wir beim Laufen häufig auf gute Ideen kommen, und wir verschaffen uns ein besseres Körpergefühl. Wir senken den Stresspegel und überhöhten Blutdruck, und wir haben bessere Kontrolle über unser Gewicht. All das ist nachgewiesenermaßen sehr gesund, verschönert unser Leben und macht uns damit gesünder und vitaler – auch und besonders im Alter. Außerdem schaffen wir uns neue soziale Kontakte, denn beim Laufen lernt man Freunde kennen.

Bei Depression hilft Laufen, bei Kopfschmerzen, bei Stimmungsschwankungen, bei Liebeskummer, bei der Verzweiflung an der Welt…, bei der Selbstoptimierung, bei Vernunftdoktrin, bei der Unsterblichkeitsphantasie, bei der Lockerheit, bei den Messbarkeitspsychosen…

Haben wir den Spaß am Laufen erstmal entdeckt und gehen inzwischen regelmäßig laufen, beginnen wir vielleicht sogar damit, uns erste Ziele zu stecken. Vielleicht haben wir das schon von Beginn an gemacht. Vielleicht ist der Grund die angestrebte Teilnahme an einem Volkslauf oder sogar an einem Wettkampf. Die Motivationen sind unterschiedlich, führen letztlich aber alle gleichermaßen zu den bereits aufgeführten Effekten. 

“Wir laufen nicht, weil wir glücklich sind, wir sind glücklich, weil wir laufen!”
Wie anfangen? Das ist wirklich einfach aber einige Dinge solltest du schon beachten und Seiten für Laufeinsteiger gibt es in Hülle und Fülle, wir müssen das Rad an dieser Stelle nicht neu erfinden. Tipps:

lauferleben – oder Dinge, mit denen sich auch die Laufprofis auseinander setzen müssen:

Laufen und Philosophie

Läufer und Philosophen haben etwas gemeinsam. Beide wollen etwas erreichen. Das Oxford Dictionary of Philosophy schreibt, dass der Begriff Diskurs von dem lateinischen diskursis abstammt und Laufen von einem Ort zum anderen bedeutet.

Den Ort, oder im übertragenen Sinne das, was Läufer und Läuferinnen erreichen wollen, definieren sie individuell letztlich für sich selber. Unterschiedlichste Zielsetzungen, die alle etwas miteinander gemeinsam haben, nämlich die Bewegung dort hin. 

Laufen…

…um bei sich selbst anzukommen.

Das war natürlich und ursprünglich nicht der Grund dafür mit dem Laufen anzufangen, wir wussten schließlich auch nicht, wo wir jemals ankommen werden. Mit dem Laufen anzufangen hatte für uns vielfältige Gründe, und vielfältige Gründe sind es geblieben, die uns bis heute immer noch “am Laufen” halten.

Inzwischen sind es mehrere Jahrzehnte an gemeinsamen Sporterfahrungen, insbesondere aber Lauferfahrungen. Das Laufen war uns in allen Lebenslagen stets ein guter Begleiter. Und das Laufen bedeutet auch stets die Auseinandersetzung mit sich selbst. Wenn man anfängt, sich Ziele zu setzen, schmiedet man auch Pläne, diese Ziele zu erreichen, man benötigt ein wenig Struktur und etwas Disziplin. Ist dies noch nicht gegeben, entwickelt man beides bald und spätestens dann beginnt man sich besser kennen zu lernen.

Wo sind meine Grenzen, wie gut kenne ich mich überhaupt, was weiß ich über meine körperlichen und mentalen Fähigkeiten? Bin ich ehrgeizig oder eher weniger, kann ich mich aufraffen, regelmäßig Sport zu treiben und wie schaffe ich es, den inneren Schweinehund zu überwinden wenn es um eine körperliche Herausforderung geht? Und viele Fragen mehr, die auch den Alltag betreffen, den es durch regelmäßiges Laufen gilt, neu zu organisieren.  

“Regelmäßige ausdauernde Bewegung verändert Lebensstile wirksam und dauerhaft.”
Deutsches Lauftherapiezentrum e.V.


Das Lauferleben ist für uns heute die Summe aller positiven Effekte, die für uns das Laufen hat, und das möchten wir hiermit und (auch) mit dieser Seite mit anderen Läuferinnen und Läufern gerne teilen.

Egal welche Ziele Du verfolgst – gemeinsam Laufen bringt Dich deinen Zielen näher – Keep on Running!

Über das laufen

Über das Laufen

Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft“. Dieser Satz des Jahrhundertläufers und Olympiasiegers Emil Zatopek ist vielen wohl bekannt und er beschreibt damit das Laufen (im Sinne von Joggen) als eine menschliche Selbstverständlichkeit  also als etwas Natürliches. Damit sei uns auch ein stammesgeschichtlicher Blick auf den Menschen als Läufer erlaubt. Eine Laufgeschichte oder “Warum der Mensch zum Renner wurde“.

Warum eigentlich laufen und wie damit anfangen?

Aller Anfang ist (jedenfalls) nicht schwer, denn wir sind zum Laufen geboren. Laufen ist vielleicht eine der natürlichsten Übungsformen, die man wählen kann. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge hat sich der menschliche Körper entwickelt, um buchstäblich zu laufen, und zwar über lange Entfernungen. Unsere biegsamen Beine und die Bänder sowie Sehnen der Füße funktionieren wie Federn und dank unserer schmalen Taille können wir die Arme mitschwingen, sodass wir nicht vom Pfad abkommen. Ein hochentwickelter Gleichgewichtssinn stabilisiert uns, solange wir in Bewegung sind. Selbst unsere Zehen sind fürs Laufen gemacht, sind sie doch relativ kurz im Vergleich zu unseren nahen Verwandten, den Affen, und unsere großen Zehen sind gerade, sodass man sich kräftig vom Boden abstoßen kann. Der größte Muskel unseres Körpers, der Gluteus Maximus (unser Hintern) arbeit nur, wenn wir laufen. Zahlreiche Schweißdrüsen und feine Körperhaare sorgen für ein effizientes Kühlsystem.

“Das Gefühl der Freiheit ist eines der größten Geschenke, die einem das Laufen geben kann.”
Aus der Erzählung Die Einsamkeit des Langstreckenläufers von Alan Sillitoe.